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IN DEM MASSE WIE KINDER/ JUGENDLICHE VON IHREN ELTERN NICHT MEHR ERREICHT WERDEN, DIESE ÜBERFORDERT SIND, BRAUCHT AUSSERFAMILIÄRE ERZIEHUNG MEHR HANDLUNGSSICHERHEIT.

⇒ Z.B. mit Hilfe des Innovationsprojekts PÄDAGOGIK UND RECHT ⇐

Wir wollen überzeugen, Sie auf den Weg gestärkter Handlungssicherheit mitnehmen, setzen auf Fähigkeit, in schwierigen Situationen sich selbst und Anderen das Erreichen persönlicher Grenzen einzugestehen,darüber hinaus auf die selbstkritische Haltung zuständiger Behörden.


I. UNSER LEITSATZ LAUTET

II. WIR WOLLEN ANSPRECHEN

  • die Jugendhilfe, die Behindertenhilfe, Kitas, Schulen/ Internate, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Wissenschaft, Fachverbände und die Politik.

III. UNSERE ZIELE UND KERNAUSSAGEN

Das sind unsere Ziele:

  • Die Handlungssicherheit der PädagogInnen in ganzheitlich fachlich – rechtlichem Ansatz
  • Für Behörden: keine Gefahr der Beliebigkeit in der Auslegung des Begriffs „Kindeswohl

Wichtige Voraussetzung, Ziele zu erreichen, ist ein einheitliches Kindeswohlverständnis der PädagogInnen und Behörden (Jugendamt/ Landes-, Schulaufsicht). Das entwickelt sich auf der Grundlage fachlicher Leitlinien, welche die Auslegung des „unbestimmten Rechtsbegriffs Kindeswohl“ erleichtern, im rechtlichen Kontext einen „Beurteilungsspielraum“ bieten. Bis solche Leitlinien entwickelt sind (Ziffer V.), bieten wir Prüfschemata, die in fachlich- rechtlicher Bewertung Aussagen treffen, wann in der Pädagogik Verhalten/ Entscheiden als zulässige Macht einzustufen ist. Prüfschemata werden auch für die Anwendung der Leitlinien hilfeich sein.

Dem Projekt liegen dementsprechend folgende Kernaussagen zugrunde:

IV. SEIT 2000 „GEWALTVERBOT“ IN DER ERZIEHUNG

Das gesetzliche „Gewaltverbot“ (§ 1631 II Bürgerliches Gesetzbuch/ BGB) ist von großer Bedeutung für Kindesrechte. Es bedingt jedoch auch Handlungsunsicherheit Verantwortlicher, da der Begriff „Gewalt“ nur unzureichend konkretisiert ist: während sich Juristen über die Interpretation streiten, fehlen fachlich- pädagogische Lösungsansätze.

V. FACHDISKURS MUSS BEGINNEN – KEINE DOMINANZ DEN JURISTEN

Angesichts nicht ausreichender Handlungssicherheit unmittelbar verantwortlicher PädagogInnen und mittelbar verantwortlicher Behörden, auch bedingt durch fehlende Konkretisierung des „Gewaltverbots der Erziehung“,  besteht der dringende Bedarf, einen Fachdiskurs zu beginnen, an dessen Ende – im Sinne ausformulierter Erziehungsethik – fachliche Leitlinien stehen. Entsprechende „Leitlinien pädagogischer Kunst“ weisen – im Vorfeld bestehender rechtlicher Grenzen – fachliche Erziehungsgrenzen aus. Damit wird pädagogische Gestaltungsfreiheit gesichert, Tendenzen entgegen gewirkt, die Pädagogik zu „verrechtlichen“: „Verrechtlichung“ liegt vor, wenn der mangels fachlicher Leitlinien bestehenden fachlichen Unklarheit mit rechtlichen Prinzipien begegnet wird: zum Thema „juristische Dominanz“ siehe unten, mit dem Link Verrechtlichung d.Pädagogik/dort Ziffer II.

Wieso ist z.B. ein Lehrer mit dem Vorwurf der Freiheitsberaubung konfrontiert, ohne dass die Fachwelt fachliche Erziehungsgrenzen beschreibt? Das Beachten juristischer Grenzen kann kein ausschließliches pädagogisches Qualitätssiegel sein:

  • Strafverfahren gegen einen Lehrer – RP: „Ein Lehrer setzt sich mit seinem Stuhl vor die Klassenraumtür; die Schüler dürfen die Klasse nicht verlassen, bis alle eine schriftliche Arbeit abgegeben haben“.
  • Strafverfahren gegen PädagogInnen stationärer Behindertenhilfe – RP: „Kinder mit umstrittenen Therapiemethoden gequält“. PädagogInnen dokumentierten auf Videos, waren von ihrem Verhalten überzeugt. → Vorsicht: Herausforderndes Verhalten der Bewohner gegenüber Aggression abgrenzen, d.h. pädagogisches Verhalten von Gefahrenabwehr! Und: ist Verhalten offensichtlich fachlich unbegründbar, z.B. verbunden mit dem Verhöhnen eines Kindes, ist es ausschließlich strafrechtlich zu würdigen.

Folgende Fragen richten sich an Leitung, Träger, Behörde (Jugend-/ Landesjugendamt/ Schulaufsicht), Fachverbände, Politik, nicht an Staatsanwälte und Richter:

  • gibt es objektivierende Standards der Erziehungswissenschaft, welches Verhalten fachlich begründbar ist, „zulässige Macht“ und „Machtmissbrauch“ unterscheidend?
  • Wie ist z.B. für geistig behinderte Menschen die Festhaltetherapie einzuordnen?
  • Wer hilft dem Lehrer, bevor er sich mit Strafvorwürfen konfrontiert sieht? Die Schulaufsicht, die in „inneren Schulangelegenheiten“ Weisungen zur „Verhältnismäßigkeit“ von Erziehungsmaßnahmen (z.B. § 53 I, II SchulG NRW) erteilen darf?

Juristische Dominanz und pädagogische Gestaltungsfreiheit

Einen Fachdiskurs LEITLINIEN PÄDAGOGISCHER KUNST starten

Warum lässt sich die pädagogische Fachwelt von Juristen dominieren?

VI. DIE PRAXIS HAT AUF DAS PROJEKT LANGE GEWARTET

  • „Für den heutigen Tag sag ich mal einfach herzlichen Dank. Es waren für mich hochinteressante Themen, die ich noch nie so in meiner fast 35 jährigen pädagogischen Laufbahn erfahren habe. Das mal alles so mit großem Fachwissen beleuchtet wurde, war auch für mich sehr wichtig und es hat für mein weiteres pädagogisches Arbeiten eine gute Grundlage geschaffen, mich selbst präziser zu beobachten und zu reflektieren“.

Die ausschließlich positiven Rückmeldungen aus der Projektpraxis vor Ort

Warum das Thema HANDLUNGSSICHERHEIT bisher nicht evident ist:

Handreichung: Diakonie Rheinland – Westfalen – Lippe hat Projektideen übernommen !!!

Schulen und Internate: das Projekt im Bildungsportal Nordrhein- Westfalen

VII. DIE INITIATIVE HANDLUNGSSICHERHEIT

Auf der Handlungsebene unterstützt die INITIATIVE HANDLUNGSSICHERHEIT das Projekt, ein Zusammenschluss von Anbietern außerfamiliärer Erziehung und Jugendämtern.

  • Angesichts erkennbarer Erziehungsprobleme mit verhaltensoriginellen Kindern und Jugendlichen bzw. nicht oder unzulänglich wahrgenommener Erziehungsverantwortung durch Eltern sind Kindesschutz- Präventionsbestrebungen auch auf die Ebene der außerfamiliären Erziehung zu projizieren. In dem Maße wie Kinder und Jugendliche von ihren Eltern aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr erreicht werden und Eltern überfordert sind, steigt der gesellschaftliche Bedarf nach außerfamiliärer Erziehung. Diese Tendenz ist bereits im 14. Kinder- und Jugendbericht des „Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ (BMFSFJ) abgebildet und wird zukünftig eher noch ausgeweitet. Die jugendpolitische Sprecherin der NRW- Landtagsfraktion DIE GRÜNEN: „Ein tolles Bündnis“.

Unsere INITIATIVE - Mitmachen und Anmelden - weitere Informationen

VIII. PROJEKTÜBERSICHT

paedagogik-recht-projektuebersicht