Schulen – Internate


Projekt auf Schulen anwendbar


 Wichtige Projektideen im Schnelldurchlauf 28.Station „Service“

FÜR SCHULEN/ INTERNATE SIND DIE PROJEKT- AUSSAGEN ANALOG RELEVANT

I. GRUNDLEGENDE AUSSAGEN

1. Nicht nur anlässlich der FORSA- Studie Gewalt gegen Lehrer setzt sich das Projekt für die fachliche und rechtliche Handlungssicherheit der PädagogInnen in schwierigen Situationen des pädagogischen Alltags ein (leider bisher ein Tabuthema): mit neuen Ideen ganzheitlich fachlich- rechtlicher Problemlösung. Unserer Überzeugung nach kann sich Gewalt gegen Lehrer dadurch aufbauen, dass Schülern die Ohnmacht ihrer Lehrer bewusst ist, sich in schwierigen Situationen des päd. Alltags unangreifbar zu verhalten. Da steht vor allem das „Gewaltverbot in der Erziehung“ im Raum und die Tatsache, dass die Schulaufsicht keinen Verhaltenskodex an die Hand gibt, was „Gewalt“ und welches Verhalten fachlich begründbar ist.

Was wir brauchen, ist eine Gesetzgebungsinitiative zum jeweligen Landes- Schulgesetz bzw. – als Gesetzgebungsinitiative – ein gesetzlich fixiertes „Kindesrecht auf fachlich begründbares Erziehen“ (nachfolgend). Nur wenn PädagogInnen lernen, ihre subjektiven Entscheidungen anhand des Kriteriums „fachlich begründbar“ zu reflektieren, würde nicht nur der Kindesschutz verbessert, vielmehr auch die Handlungssicherheit der PädagogInnen, nachdem diese durch das „Gewaltverbot in der Erziehung“ (§ 1631 II BGB/ 2001) zunächst jahrelang allein gelassen waren, ohne dass jemand eine praxisgerechte Antwort lieferte, was „Gewalt“ bedeutet, ob z.B. überhaupt noch Schüler angefasst werden dürfen.

Wir bieten unter dem Leitsatz, dass „nur fachlich begründbares Verhalten rechtens sein kann“ z.B. ein Prüfschema an, das zwischen „zulässiger Macht“ und „Machtmissbrauch“ unterscheidet.

2. Das Projekt geht von folgenden gesellschaftlichen Aufträgen der Schule aus:

Aufträge der Schule

Schulen und Internate: das Projekt im Bildungsportal Nordrhein- Westfalen

3. Hier noch einige grundlegende Hinweise:

  • Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule: die Schule „unterrichtet und erzieht junge Menschen“ (z.B. § 2 I SchulGNRW); dabei geht es um Bildungsarbeit (Wissens- und Wertevermittlung im Rahmen des pädagogischen Auftrags) im Doppelauftrag „Pädagogik – Aufsicht“.
  • Bildung wird durch Erziehung vermittelt; Erziehung bedeutet, Kinder/Jugendliche in ihrer Persönlichkeit anzunehmen, ihre persönliche Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Sie soll Orientierung bieten und Grenzen setzen, ohne die Würde zu verletzen und beinhaltet das Ziel einer „eigenverantwortlichen/ gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“
  • Recht auf Bildung: Eine der wichtigsten Fragen in einem freiheitlich- demokratischen Bildungssystem ist, wie das Recht auf selbstbestimmte Bildung durchgesetzt werden kann. Im derzeitigen Schulsystem wird davon ausgegangen, dass dieses Recht und die Schulpflicht zwei Seiten einer Medaille sind. Wer in der Schule anwesend ist, dessen Recht gilt als gesichert; wer nicht anwesend ist, dessen Recht wird verletzt. Freilich handelt es sich nicht um ein Recht auf selbst- sondern auf fremdbestimmte Bildung.
  • Zusätzlicher Auftrag: Aufsichtsverantwortung
  • Zum Thema „Schulpflicht und Kindeswohl“ unter Ziffer III eine analytische Betrachtung

II. SPEZIELLE AUSSAGEN ZU FÖRDERSCHULEN

  • Die Aufträge einer „Förderschule geistige Entwicklung“ lassen sich so skizzieren:

Aufträge Förderschule geistige Entwicklung

  • Die Bezirksregierung Detmold hat eine BroschüreLehrerinnen und Lehrer in pädagogischen Grenzsituationen“ veröffentlicht: „Handlungssicherheit in pädagogischen Grenzsituationen ist ein wichtiges Thema für Lehre- rInnen, das wegen aktueller Drohungen und Gefahrensituationen in Schulen ebenso im Vordergrund steht, wie durch das Erleben alltäglicher Konflikte und Gewalthandlungen von SchülerInnen. Die Informationen in der Broschüre sind sehr nützlich: Die juristischen Grundlagen werden erläutert, Hilfen zur Einschätzung pädagogischen Handelns sind aufgeführt und dies im Kontext der Entwicklung eines Erziehungskonzepts der Schule insgesamt. Kurze Abschnitte und häufige Aufzählungen erleichtern es der LeserI die Infor- mationen auf ihre/seine eigene Handlungssituation zu beziehen. Die Broschüre wurde für Förderschulen im Regierungsbezirk Detmold entwickelt und dort auch den Grundschulen zur Verfügung gestellt. Herausgegeben wurde die Veröffentlichung gemeinsam mit dem Gemeinde- Unfallversicherungsverband Westfalen-Lippe.“ Bemerkung: es fehlt freilich eine ganzheitlich fachlich- rechtliche Bewertung von Handlungsoptionen in krisenhaften Situationen des pädagogischen Alltags.
  • Zur fachlich- rechtlichen Bewertung im pädagogischen Alltag kritischer Situationen (hier Förderschule geistige Entwicklung) ist noch Folgendes festzustellen:

Prüfschema 2


III. SCHULPFLICHT UND KINDESWOHL

Kindeswohl und Schulpflicht

Kolloquium 18.7.2014