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Wichtige Projektideen im Schnelldurchlauf2.Station „Grundsätzlich“


In dem Maße wie Kinder und Jugendliche von ihren  Eltern nicht mehr erreicht werden, brauchen die  PädagogInnen und die Behörden in der außerfamiliären Erziehung mehr Handlungssicherheit.Wir wollen überzeugen, Sie auf den Weg der Handlungssicherheit mitnehmen. Wir setzen auf Ihre Fähigkeit, in schwierigen Situationen sich und Anderen das Erreichen persönlicher Grenzen einzugestehen, ebenso auf selbstkritische Haltung zuständiger Behörden.I.d.R.werden Sie die Aufgaben fachlich begründbar und rechtlich zulässig wahrnehmen. In bestimmten Situationen kann aber Intuition nicht weiterhelfen.

PädagogInnen greifen die Projektideen sehr dankbar auf.Hierzu Professor Schwabe:“Es wird unbedingt empfohlen, sich vom Projekt beraten zu lassen“ → alle Verantwortlichen.

Handreichung:  Diakonie  Rheinland – Westfalen – Lippe hat Projektideen übernommen.


I.  UNSERE LEITSÄTZE

Für die pädagogische Praxis:

Für  beratungspflichtige  Behörden  (Jugendamt / Landesjugendamt / Schulaufsicht):

III. KERNAUSSAGE UND ZIELE

Unsere Kernaussage zum „Gewaltverbot in der Erziehung“:

 „Gewalt“ ist mit Machtmissbrauch gleichzusetzen  →  Prüfschema  zulässige  Macht 

Das sind unsere Ziele:

Handlungssicherheit der PädagogInnen in ganzheitlich fachlich – rechtlichem Ansatz

Für Behörden: keine Gefahr der Beliebigkeit in der Auslegung des Begriffs „Kindeswohl

Voraussetzung diese Ziele zu erreichen, ist ein einheitliches Kindeswohlverständnis der PädagogInnen und Behörden (Jugendamt/ Landes-, Schulaufsicht). Das entwickelt sich auf der Grundlage fachlicher Leitlinien (Ziffer V.), welche die Auslegung des „unbestimmten Rechtsbegriffs Kindeswohl“ erleichtern, im rechtlichen Kontext einen „Beurteilungsspielraum“ bieten. Vorab bieten wir Prüfschemata an, die in ganzheitlich fachlich- rechtlicher Sicht Antworten geben, wann Verhalten/ Entscheiden als „zulässige Macht“ einzustufen ist.

Dem Projekt liegen dementsprechend folgende Kernaussagen zugrunde:

IV. SEIT 2000 „GEWALTVERBOT“ IN DER ERZIEHUNG

Das gesetzliche „Gewaltverbot“ (§ 1631 II Bürgerliches Gesetzbuch/ BGB) ist von großer Bedeutung für Kindesrechte. Es bedingt jedoch auch Handlungsunsicherheit Verantwortlicher, da der Begriff „Gewalt“ nur unzureichend konkretisiert ist: während sich Juristen über die Interpretation streiten, fehlen fachlich- pädagogische Lösungsansätze.

Was bedeuten „Gewalt“ und „entwürdigende Maßnahmen“ in der außerfamiliären Erziehung?:

Was bedeutet Gewalt?   Beliebigkeitsgefahr in der Pädagogik

V. FACHDISKURS MUSS BEGINNEN – KEINE DOMINANZ DEN JURISTEN

Angesichts nicht ausreichender Handlungssicherheit unmittelbar verantwortlicher PädagogInnen und mittelbar verantwortlicher Behörden, auch bedingt durch fehlende Konkretisierung des „Gewaltverbots der Erziehung“,  besteht der dringende Bedarf, einen Fachdiskurs zu beginnen, an dessen Ende – im Sinne ausformulierter Erziehungsethik – fachliche Leitlinien stehen. Entsprechende „Leitlinien pädagogischer Kunst“ weisen – im Vorfeld bestehender rechtlicher Grenzen – fachliche Erziehungsgrenzen aus. Damit wird pädagogische Gestaltungsfreiheit gesichert, Tendenzen entgegen gewirkt, die Pädagogik zu „verrechtlichen“: „Verrechtlichung“ liegt vor, wenn der mangels fachlicher Leitlinien bestehenden fachlichen Unklarheit mit rechtlichen Prinzipien begegnet wird. Zum Thema „juristische Dominanz“ siehe unten und in diesem Link (dort Ziffer II,):  Verrechtlichung der Pädagogik.

Häufig wird das Verhalten von PädagogInnen ausschließlich rechtlich bewertet, ohne vorgeschaltete fachliche Analyse / Zwei Beispiele:

Folgende Fragen richten sich an Leitung, Träger, Behörde (Jugend-/ Landesjugendamt/ Schulaufsicht), Fachverbände, Politik, nicht an Staatsanwälte und Richter:

  1. Gibt es objektivierende Standards der Erziehungswissenschaft, welches Verhalten fachlich begründbar ist, „zulässige Macht“ und „Machtmissbrauch“ unterscheidend?
  2. Wie ist z.B. für geistig behinderte Menschen die körperbezogene Interaktionstherapie/ KIT einzuordnen?
  3. Wer hilft dem Lehrer, bevor er sich mit Strafvorwürfen konfrontiert sieht? Schulaufsicht, die in „inneren Schulangelegenheiten“ Weisungen zur „Verhältnismäßigkeit“ von Erziehungsmaßnahmen erteilt (z.B. § 53 I, II SchulG NRW) ?

Juristische Dominanz und pädagogische Gestaltungsfreiheit

Einen Fachdiskurs LEITLINIEN PÄDAGOGISCHER KUNST starten

Warum lässt sich die pädagogische Fachwelt von Juristen dominieren?

VI. DIE PRAXIS HAT AUF DAS PROJEKT LANGE GEWARTET

  • „Für den heutigen Tag sag ich mal einfach herzlichen Dank. Es waren für mich hochinteressante Themen, die ich noch nie so in meiner fast 35 jährigen pädagogischen Laufbahn erfahren habe. Das mal alles so mit großem Fachwissen beleuchtet wurde, war auch für mich sehr wichtig und es hat für mein weiteres pädagogisches Arbeiten eine gute Grundlage geschaffen, mich selbst präziser zu beobachten und zu reflektieren“.

Die ausschließlich positiven Rückmeldungen aus der Projektpraxis vor Ort

Warum das Thema HANDLUNGSSICHERHEIT bisher nicht evident ist:

Schulen und Internate: das Projekt im Bildungsportal Nordrhein- Westfalen

VII. DIE INITIATIVE HANDLUNGSSICHERHEIT

Auf der Handlungsebene begleitet die INITIATIVE HANDLUNGSSICHERHEIT das Projekt, ein Zusammenschluss von Anbietern außerfamiliärer Erziehung und Jugendämtern.

leitbild   initiative-handlungssicherheit.org

Unsere INITIATIVE - Mitmachen und Anmelden - weitere Informationen

VIII. PROJEKTÜBERSICHT

paedagogik-recht-projektuebersicht