Der Begriff GEWALT in der Erziehung


Gewaltverbot:wichtig in d.Erziehung


 

„Gewaltverbot in der Erziehung“

 „Gewalt“ ist als Machtmissbrauch einzustufen → Prüfschema zulässige Macht (unten)


Z.B. In Deutschland (§ 1631 II Bürgerliches Gesetzbuch/ BGB) und Österreich  (§ 137 Allg. Bürgerliches Gesetzbuch).ist jegliche Form von Gewaltanwendung als Erziehungsmittel untersagt. Österreich: „Die Anwendung von Gewalt und die  Zufügung körperlichen oder  seelischen Leides sind  unzulässig“.

„Gewalt“ und „entwürdigende Maßnahmen“ in außerfamiliärer Erziehung:

Wann liegt „Gewalt“ vor? Zweistufiger Projektvorschlag:

1. Wann kann „Gewalt“ vorliegen? → Im Interesse des Kindesschutzes bei jedem gegen den Willen eines/r Kindes/ Jugendlichen gerichteten Verhalten.

2.Wann liegt „Gewalt“ im Einzelfall vor? Im „Spannungsfeld Erziehungsauftrag – Kindesrechte“ wird ein ganzheitlich fachlich- rechtliches Prüfschema zulässige Macht angeboten. Danach wird „Gewalt“ mit „Machtmissbrauch“ gleichgesetzt.

ZULÄSSIGE MACHT  ←  MACHT  →  MACHTMISSBRAUCH / GEWALT

ABER: Erwartung an zuständige Behörden und Fachverbände: gebt der Praxis Antwort auf die Frage,welches Verhalten unter das „Gewaltverbot“ fällt: durch einen fachlichen Orientierungsrahmen von „Leitlinien pädagogischer Kunst„.

Beliebigkeitsgefahr in der Pädagogik        WDR widmet sich.


Wie sich in zahlreichen bundesweiten Seminaren zeigt, die zugunsten von Anbietern außerfamiliärer Erziehung durchgeführt werden, geht es um die Handlungssicherheit der PädagogInnen im Kontext der Abgrenzung „zulässiges Verhalten – Machtmissbrauch“. Hierzu bietet das Projekt ein Prüfschema zulässige Macht an, das anhand von 4 Fragen die Abgrenzungsfrage beantwortet, mithin klärt, wann „Gewalt“ vorliegt, die in der Erziehung gesetzlich „geächtet“ ist. Bemerkung: für die Heilpädagogik, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und mittelbar Verantwortliche wird jeweils ein spezielles Prüfschema angeboten.

Erläuterungen zum Prüfschema:  Prüfschema erklärt

Ergebnis

„Gewalt“ kann bei allen Grenzsetzungen gegeben sein, bei Verhalten, das gegen den Willen eines Kindes/ Jugendlichen gerichtet ist. Im Einzelfall liegt „Gewalt“ vor bei:

  • Verhalten, das fachlich nicht begründbar und im Rahmen von Gefahrenabwehr nicht zu rechtfertigen ist
  • Verhalten, das zwar fachlich begründbar, jedoch nicht von der Zustimmung Sorgeberechtigter getragen ist

Um zukünftig den Begriff „Gewalt“ in der außerfamiliären Erziehung zu konkretisieren, sind „Leitlinien pädagogischer Kunst“ notwendig. Neben dieser fachlichen Konkretisierung ist auf der gesetzlichen Ebene ein Kindesrecht auf fachlich begründbare Erziehung (in Art 6 GG oder im SGB VIII) festzuschreiben, das Basis für diese Leitlinien ist und zugleich das „Gewaltverbot“ auf der rechtlichen Ebene erläutert.