Projektinfos – Links


Das Projekt lebt


 

I. PROJEKT- INFOS

newsletter-september-2016

1. Projekt im „Bildungsportal NRW“

Das Projekt ist zur Fortbildung von LehrerInnen im Bildungsportal NRW verankert. Bitte im Link Handlungssicherheit in pädagogisch schwierigen Situationen den Suchbegriff „Handlungssicherheit in pädagogisch schwierigen Situationen“ eingeben. Bemerkung: es wird ein neues System vorgestellt, schwierigen Situationen des pädagogischen Alltags zu begegnen.

2. Die Initiative Handlungssicherheit auf der Handlungsebene des Projekts

initiative-handlungssicherheit.org

Die Initiative Handlungssicherheit umfasst zur Zeit Anbieter der Erziehungshilfe und Jugendämter. Sie ist insgesamt auf institutionelle Erziehung ausgerichtet, auch auf Kitas, Schulen und Internate so- wie auf stationäre Behindertenhilfe und Kinder-/ Jugendpsychiatrie. Sie besteht aus Praktikern und Leitungsverantwortlichen, ist für Interessierte offen, die sich als Berater beteiligen können.

Unser Leitsatz lautet:

  • In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann nur fachlich begründbares Handeln rechtens sein, das heißt Handeln, das nachvollziehbar pädagogische Ziele im Sinne von Eigenverantwort- lichkeit oder Gemeinschaftsfähigkeit verfolgt.

Unsere Ziele sind:

  • Die Handlungssicherheit der PädagogInnen im Rahmen „fachlicher Begründbarkeit“ und recht- licher Normen, insbesondere des „Gewaltverbots in der Erziehung“: Handlungssicherheit dient dem Kindesschutz.
  • Eine praxisorientierte Abgrenzung pädagogischen Handelns von „Gewalt“ im Rahmen fachlich begründbaren Handelns: grundlegend in allgemeinen „Leitlinien pädagogischen Handelns“,   speziell in „fachlichen Handlungsleitlinien“ des jeweiligen Anbieters, wie dies § 8b II Nr.1 So- zialgesetzbuch VIII/ SGB VIII seit 2012 vorsieht (Bundeskinderschutzgesetz).
  • Handlungssicherheit mittelbar Verantwortlicher wie Leitung, Träger, Jugend-/ Landesjugendamt, Schulaufsicht, Beschwerdestelle und Ombudsperson.

Wir wollen daher:

  • dazu beitragen, dass zur Orientierung von PädagogInnen und mittelbar Verantwortlichen fach- liche Standards zur „fachlichen Begründbarkeit“ entwickelt werden: in allgemeinen „Leitlinien pädagogischen Handelns“, fachliche Erziehungsgrenzen ausweisend (ausformulierte Erziehungs- ethik) und in „fachlichen Handlungsleitlinien“ der Anbieter, deren pädagogische Grundhaltung darlegend.
  • dass ein diese Leitlinien stützendes „Kindesrecht auf fachlich begründbares Verhalten in der Er- ziehung“ im SGB VIII gesetzlich fixiert wird, das heißt wir wollen dazu beitragen, dass sowohl in der pädagogischen Praxis als auch bei Entscheidungen mittelbar Verantwortlicher keine Be- liebigkeit Platz greift.
  • der pädagogischen Praxis, Fachverbänden, Fachgremien und der Politik für schwierige Situa- tionen des pädagogischen Alltags unser „Prüfschema zulässige Macht“ (unten) nahe bringen. Damit ist eine Objektivierung des Handelns/ Entscheidens verbunden, eine Abkehr von aus- schließlicher Subjektivität, die Beliebigkeit bedingt. Im Kontext der „fachlichen Begründbarkeit“ wird zwischen „zulässiger Macht“ und „Machtmissbrauch“ unterschieden.

Unsere Kernaussagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Das „Kindeswohl“ beinhaltet in der Erziehung neben den Kindesrechten, dass Verantwortliche nachvollziehbar pädagogische Ziele verfolgen. Deren Handeln (PädagogInnen) und Entscheiden (mittelbar Verantwortliche) muss fachlich begründbar sein und darf kein Kindesrecht verletzen.
  • Da jede pädagogische Grenzsetzung in ein Kindesrecht eingreift, liegt eine Kindesrechtsverlet- zung erst dann vor, wenn „Machtmissbrauch“ im Sinne des Prüfschemas anzunehmen ist (Span- nungsfeld Erziehungsauftrag – Kindesrechte).
  • Ob das Verhalten von PädagogInnen fachlich begründbar ist, unterliegt einer einzelfallspezifi- schen Betrachtung: unter  Berücksichtigung der Vorgeschichte, der Entwicklungsstufe und des Alters des Kindes/ Jugendlichen sowie der jeweiligen Situation. Die Anwendung des Prüfsche- mas hat sich daran zu orientieren.
  • Selbst wenn Pädagoginnen entsprechend dem Prüfschema fachlich begründbar und rechtlich zu- lässig handeln, ist es notwendig, dies fachlich zu reflektieren und sich zu fragen, ob es nicht eine besser geeignete Alternative gibt.

leitbild der Initiative

Über die Mailanschrift tobias.corsten@freenet.de können Sie sich als Anbieter oder Jugendamt zur Teilnahme an der Initiative Handlungssicherheit anmelden. Die jugendpolitische Sprecherin der NRW- Landtagsfraktion DIE GRÜNEN: „Ein tolles Bündnis“


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