Kompakt


Die Idee für außerfamiliäre Erziehung:

in der Pädagogik kann nur das fachlich begründbare Verhalten rechtens sein !


 

Das Projekt zum ausdrucken   Gesetzgebungsinitiative 2018

INTEGRIERT FACHLICH- RECHTLICHE LÖSUNGEN ZU SCHWIERIGEN SITUATIONEN DES PÄDAGOGISCHEN ALLTAGS

In dem Maße wie Kinder und Jugendliche von Eltern nicht mehr erreicht werden, brauchen PädagogInnen in der außerfamiliären Erziehung mehr Handlungssicherheit. ⇒ Wir wollen überzeugen, Sie auf den Weg der Handlungssicherheit mitnehmen. ⇒ Wir setzen auf Ihre Fähigkeit,in schwierigen Situationen sich und Anderen das Erreichen persönlicher Grenzen einzugestehen. ⇒ I.d.R. handeln Sie fachlich legitim/ begründbar und rechtlich zulässig, in manchen Situationen kann aber Intuition allein nicht weiterhelfen. Prof.Schwabe: „Es wird unbedingt empfohlen, sich vom Projekt beraten zu lassen“.

⇒ Wir gehen auch davon aus, dass zuständige Behörden bereit sind, mit ihren Trägern im Qualitätsdialog gemeinsames Kindeswohlverständnis zu entwickeln und nachvollziehbar beraten bzw. entscheiden. ⇒ Sie sollten insoweit auch selbstkritisch sein.

Diakonie – Fachverband Rheinland Westfalen Lippe hat Projektideen übernommen

Diese Projektseminare helfen Ihnen mit integriert fachlich – rechtlichem Knowhow:

  • PädagogInnen, Leitungen, Trägern in schwierigen Situationen pädagogischen Alltags
  • Behörden (Jugendamt/ Landes-/ Schulaufsicht) in ihren „Kindeswohl“ – Auslegungen

Wichtige Grundlagen zum Thema PÄDAGOGIK UND RECHT / z.B. in Österreich


PädagogInnen sind vorrangig der eigenen Fachlichkeit verpflichtet


 

I. UNSERE LEITGEDANKEN   Definitionen

  • Aus dem „Kindeswohl“auftrag des Artikel 3 UN Kinderrechtskonvention/ UNKRK folgt: „in der Pädagogik kann immer nur fachlich legitimes (begründbares) Verhalten rechtens sein“.
  • Fachlich begründbares Verhalten ist pädagogisch schlüssig, entspricht dem „Kindeswohl“.
  • Ob Verhalten fachlich legitim ist, entscheidet der „Einzelfall“, die pädagogische Indikation.
  • Situationen pädagogischen Alltags sind vorrangig fachlich zu bewerten, danach rechtlich.
  • Zu bewerten sind geplante Verhaltensoptionen und nachträglich „Einzelfälle“. Angeboten wird hierzu ein Prüfschema zulässige Macht.
  • Ob – vorbehaltlich des „Einzelfalls“ – Verhaltensoptionen fachlich legitim ( begründbar ) sind, ist in fachlichen Handlungsleitlinien generell zu beschreiben: Festhalten,Handywegnahme…

Vita und Handlungsmaxime des Autoren Fortbildungsprogramm 2017/ 2018 Newsletter

II. WIR WOLLEN ANSPRECHEN

  • die Jugendhilfe, die stationäre Behindertenhilfe, Schulen/ Internate, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Wissenschaft, Fachverbände, Politik

Das Thema HANDLUNGSSICHERHEIT ist bisher leider noch nicht evident

Abhängigkeit von Aufsichtsbehörden verhindert Transparenz und Lösungen

III. DIES SIND UNSERE ZIELE UND KERNAUSSAGEN

Ziele:

  • Handlungssicherheit der PädagogInnen in ganzheitlich fachlich-rechtlichem Ansatz
  • Für Behörden: keine Gefahr der Beliebigkeit in Auslegung des Begriffs Kindeswohl

Voraussetzung diese Ziele zu erreichen, ist ein einheitliches Kindeswohlverständnis der PädagogInnen und Behörden (Jugendamt/ Landes-, Schulaufsicht). Das entwickelt sich auf der Grundlage fachlicher Handlungsleitlinien (Ziffer V.), welche die Auslegung des „unbestimmten Rechtsbegriffs Kindeswohl“ erleichtern, im Juristischen einen „Beurteilungsspielraum“ bieten.

Erziehung hat sich am Kindeswohl zu orientieren (Art. 3 UN KRK). Dabei umfasst der „unbestimmte Rechtsbegriff Kindeswohl“ eine fachliche (Persönlichkeitsentwicklung) und eine rechtliche Komponente (Kindesrechte): jedes Verhalten im pädagogischen Alltag ist also im Lichte des „Kindeswohls“ integriert fachlich- rechtlich zu betrachten.

Dem Projekt liegen dementsprechend folgende Kernaussagen zugrunde:

Die Handlungssicherheit, somit der Kindesschutz, werden gestärkt durch:

IV. „GEWALTVERBOT“ IN DER ERZIEHUNG

Das gesetzliche „Gewaltverbot“ (§ 1631 II Bürgerliches Gesetzbuch/ zu Österreich nachfolgend Ziffer 3) ist von großer Bedeutung für Kindesrechte. Es bedingt jedoch auch Handlungsunsicherheit Verantwortlicher, da der Begriff „Gewalt“ nur unzureichend konkretisiert ist: während sich Juristen über die Interpretation streiten, fehlen fachlich- pädagogische Lösungsansätze.

Wann liegt GEWALT in der Erziehung vor? Hier das Prüfschema einsehen:

Bebigkeitsgefahr in der Pädagogik WDR stellt sich dem Thema Handlungssicherheit

V. FACHDISKURS MUSS BEGINNEN – KEINE DOMINANZ DEN JURISTEN

Angesichts der Gefahr nicht ausreichender Handlungssicherheit unmittelbar verantwortlicher PädagogInnen und mittelbar verantwortlicher Behörden, auch bedingt durch fehlende Konkretisierung des „Gewaltverbots der Erziehung“ (Ziffer IV), besteht der Bedarf, einen Fachdiskurs zu beginnen, an dessen Ende – i.S. ausformulierter Erziehungsethik – fachliche Leitlinien stehen. Entsprechende „Leitlinien pädagogischer Kunst“ weisen sodann – im Vorfeld bestehender rechtlicher Grenzen – fachliche Erziehungsgrenzen (fachliche Legitimität) aus. Damit wäre die pädagogische Gestaltungsfreiheit gesichert und Tendenzen entgegengewirkt, die Pädagogik zu „verrechtlichen“: „Verrechtlichung“ liegt vor, wenn der mangels fachlicher Leitlinien bestehenden Unklarheit mit rechtlichen Prinzipien begegnet wird. Hierzu als Beispiel ein LVR- Positionspapier vom März/ 2016, mit dem Eingriffe in die pädagogische Gestaltungsfreiheit verbunden sein können und das ebenfalls Anlass für einen Fachdiskurs sein sollte. Wer im „Einzelfall“ von allen denkbaren pädagogischen Grenzsetzungen nur eine als rechtmäßig anerkennt, verletzt die pädagogische Gestaltungsfreiheit: statt über fachliche Legitimität zu diskutieren, werden best. Verhaltensarten als rechtswidrig abgelehnt. Details unter diesem Link (dort Ziffer II) und im LVR- Positionspapier kritisch.

Oft wird das Verhalten v. PädagogInnen ausschließlich rechtlich bewertet, ohne vorrangig auf fachliche Legitimität einzugehen. Hierzu 3 Beispiele:

Folgende Fragen richten sich an Leitung, Träger, Behörde (Jugend-/ Landesjugendamt/ Schulaufsicht), Fachverbände, Politik, nicht an Staatsanwälte und Richter:

  1. Gibt es objektivierende Standards der Erziehungswissenschaft, welches Verhalten fachlich begründbar ist, „zulässige Macht“ und Machtmissbrauch“ unterscheidend?
  2. Wie ist z.B. für geistig behinderte Menschen die körperbezogene Interaktionstherapie/ KIT einzuordnen?
  3. Wer hilft dem Lehrer, bevor er sich mit Strafvorwürfen konfrontiert sieht? Schulaufsicht, die in „inneren Schulangelegenheiten“ Weisungen zur „Verhältnismäßigkeit“ von Erziehungsmaßnahmen erteilt (so § 53 I, II SchulG NRW) ?

Solange Orientierung durch fachliche Leitlinien fehlt:

Juristische Dominanz und pädagogische Gestaltungsfreiheit

Einen Fachdiskurs FACHLICHE HANDLUNGSLEITLINIEN starten

Warum lässt sich die pädagogische Fachwelt von Juristen dominieren?

VI. DIE PRAXIS HAT AUF DAS PROJEKT LANGE GEWARTET

  • „Für den heutigen Tag sag ich mal einfach herzlichen Dank. Es waren für mich hochinteressante Themen, die ich noch nie so in meiner fast 35 jährigen pädagogischen Laufbahn erfahren habe. Das mal alles so mit großem Fachwissen beleuchtet wurde, war auch für mich sehr wichtig und es hat für mein weiteres pädagogisches Arbeiten eine gute Grundlage geschaffen, mich selbst präziser zu beobachten und zu reflektieren“.

Die ausschließlich positiven Rückmeldungen aus der Projektpraxis vor Ort

Schulen und Internate: das Projekt im Bildungsportal Nordrhein- Westfalen

VII. PROJEKTÜBERSICHT

paedagogik-recht-projektuebersicht

VIII. GANZHEITLICH FACHLICH- RECHTLICHES PROJEKT IM ÜBERBLICK

1. Wir bieten Lösungen zu Problemen in der außerfamiliären Erziehung:

  • für unmittelbar Verantwortliche in kritischen Situationen des pädagogischen Alltags
  • für Anbieter, mittelbar verantwortliche Behörden sowie für Fachverbände und Politik

2. Wir stellen uns der Handlungssicherheit im pädagogischen Alltag und der Beliebigkeitsgefahr in Behörden:

  • Es geht um die Handlungssicherheit der PädagogInnen in der außerfamiliären Erziehung, in einem ganzheitlichen fachlich- rechtlichen Ansatz, mithin um den Kindesschutz.
  • Im gleichen ganzheitlich fachlich- rechtlichen Ansatz geht es darum, der Beliebigkeitsgefahr im Kontext behördlicher Entscheidungen zu begegnen.
  • Kindesschutz und pädagogische Qualität sind nicht gewährleistet, wenn PädagogInnen und Behörden ausschließlich nach persönlicher Haltung entscheiden.
  • Entscheidungen von Jugend- und Landesjugendämtern weisen leider allzu oft keine schlüssige „Kindeswohl„- Begründung auf.
  • Pädagogische Haltung, Erfahrung und Intuition sind wichtig, können aber die in kritischen Situationen des pädagogischen Alltags Orientierung bietenden Handlungsleitlinien/ § 8b II Nr.1 SGB VIII nicht ersetzen.

3. Wir bieten ein praxisorientiertes, Qualität sicherndes Kindeswohl- Bewertungssystem:

  • Strukturen fachlicher und rechtlicher Erziehungsgrenzen, wobei sich die fachlichen Grenzen an der „fachlichen Begründbarkeit“ ausrichten.
  • eine dem Kindesschutz und dem Praxisbedarf gerecht werdende Konkretisierung der „unbestimmten Rechtsbegriffe Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung„. Bemerkung: wenn der Graffiti- Pionier Nägeli seine Kunst als „Bereicherung“ sieht (RP vom 3.10.2015), mag die Beliebigkeit in der „Kunst“- Interpretation noch akzeptierbar sein. Wenn aber die Interpretation von „Kindeswohl“ mit Beliebigkeit in Verbindung stehen kann, ist das gravierend, geht es doch bei Kindern und Jugendlichen um die gesellschaftliche Zukunft.
  • Hinweise zu „fachlichen Handlungsleitlinien“ der Anbieter, in denen auf der Grundlage der fachlichen Erziehungsgrenzen deren pädagogische Grundhaltung dargelegt ist. Erleichtert werden solche Leitlinien durch bundesweite „Leitlinien pädagogischer Kunst“ mit einem Orientierungsrahmen fachlicher Erziehungsgrenzen.

4. Wir entwickeln das Projekt auf den fachlich- rechtlichen Grundlagen stetig weiter.

Diese allgemeinen und fachlich- rechtlichen Grundlagen hat das Projekt

 

IX. DIE SYMBOLISCHE BRÜCKE ZWISCHEN PÄDAGOGIK UND RECHT

Zwischen der Pädagogik und dem Recht besteht ein Spannungsfeld, auch bedingt durch einen primären fachlich- pädagogischen Auftrag der Persönlichkeitsentwicklung und einen sekundären zivilrechtlichen Aufsichtsauftrag des Umgangs mit eigen-/fremdgefährdenden Kindern/Jugendlchn. In diesem gesellschaftlichen Doppelauftrag verfolgen PädagogInnen sehr unterschiedliche Ziele.

Brücke Päd- Recht 4

Das Projektsymbol BRÜCKE PÄDAGOGIK- RECHT bedeutet