Geltungsbereich des Projekts


Für wen ist d. Projekt aussagekräftig?


I. PÄDAGOGIK

Unter den Begriff „Pädagogik“ werden im Projekt folgende Bereiche außerfamiliärer Erziehung eingeordnet:

– Angebote der Jugendhilfe (Sozialgesetzbuch VIII / SGB VIII)

Weitere Angebote außerfamiliärer Erziehung:

Hinweis: für die elterliche Erziehung können Projektaussagen entsprechend herangezogen werden.


II. BEREICH DER HEILPÄDAGOGIK

„Die Aufgabe der Heilpädagogik ist es, Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten bzw. Verhaltensstörungen oder mit geistigen, körperlichen und sprachlichen Beeinträchtigungen sowie deren Umfeld durch den Einsatz entsprechender pädagogisch-therapeutischer Angebote zu helfen. Die betreuten Personen sollen dadurch lernen, Beziehungen aufzunehmen und verantwortlich zu handeln, Aufgaben zu übernehmen und dabei Sinn und Wert erfahren. Dazu diagnostizieren Heilpädagogen vorliegende Probleme und Störungen, aber auch vorhandene Ressourcen und Fähigkeiten der zu betreuenden Personen, und erstellen individuelle Behandlungspläne. Durch geeignete pädagogische Maßnahmen fördern sie die Persönlichkeit, die Eigenständigkeit, die Gemeinschaftsfähigkeit, den Entwicklungs- und Bildungsstand sowie die persönlichen Kompetenzen der zu betreuenden Menschen. Darüber hinaus beraten und betreuen sie Angehörige oder andere Erziehungsbeteiligte, zum Beispiel in Problem- und Konfliktsituationen“ (Bundesagentur für Arbeit).

Die Aussagen des Projekts haben also auch Bedeutung für die Heilpädagogik:


III. BEREICH DER KINDER- UND JUGENDPSYCHIATRIE

Die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Kliniken erfüllen in ihrem Gesamtaufgabenspektrum drei Aufträge:

  • Medizinischer Auftrag der Krankenhausbehandung nach §39 SGB V im Rahmen medizinischer Indikation mit dem Ziel „Heilen/ Bessern / Lindern seelischer Krankheit bzw. vor Verschlimmerung Bewahren“, verbunden mit der Notwendigkeit der Krankenhausversorgung. Folgende Leistungen werden dabei erbracht: ärztliche Behandlung, Krankenpflege, Arznei- , Heil- / Hilfsmittel, Zwang nach Unterbringungsgesetz/ PsychKG wie Fixieren, um eine Behandlung durchzuführen. Letzteres sollte jedoch Ausnahme sein, da sorgerechtlichen Entscheidungen der Eltern/ Sorgeberechtigten Vorrang einzuräumen ist. Sorgerecht geht vor unmittelbarem Zwang, um Zielkonflikte mit dem pädagogischen Auftrag zu reduzieren und das Kind/ die/ den Jugendliche/n nicht zu stigmatisieren.
  • Pädagogischer Auftrag nach § 1 SGB VIII im Rahmen pädagogischer Indikation mit dem Ziel „Entwicklung zur eigenverantwortllichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“.
  • Aufsichtsverantwortung bei der Imdikation der Gefahrenabwehr (akute Eigen- oder Fremdgefährdung durch das/ die/ den Kind/ Jugendliche/ n);  Ziel „Gefahrenlage beenden“.

Zielkonflikt z.B.:im Nachtdienst allein, ein Kind entfernt sich aus der Station, Andere brauchen Hilfe bzw. dürfen nicht unbeaufsichtigt sein.
Problem: Maßnahmen der Gefahrenabwehr werden pädagogisch begründet, z.B.Time- out, Fixieren am Boden oder Zimmerkontrolle in Abwesenheit bzw. Postkontrolle. Hier ist Vorsicht geboten, da eine objektiv nachvollziehbare fachliche Begründung unmöglich ist: diesen „Import“ also unterlassen!

Drei KJP- Aufträge

KJP Bonn 11.9.2008

Hier ein Inhouseseminar in den Universitätskliniken Erlangen in 2015: 23.10.2015

Hier ein Vorschlag des Projekts zu Time- out- Räumen time out projektvorschlag

Hier ein Vorschlag für die Abgrenzung „Zulässige Macht – Machtmissbrauch“ im klinischen Alltag“: ein Prüfschema